Mai 2008

Das Hörvermögen sollte regelmäßig geprüft werden.

Wie funktioniert das Hören?

Unsere Ohrmuschel fängt die Geräusche von außen in Form von Schallwellen auf. Von dort werden sie wie in einem Trichter durch den Gehörgang zum Trommelfell geführt. Der Schall wird über das Trommelfell auf die im Mittelohr befindlichen Gehörknöchelchen und von dort zum Innenohr übertragen. Im Innenohr wandeln Haarzellen die Schallschwingungen in elektrische Impulse um. Hörnerven leiten die Impulse an das Gehirn weiter, das dann letztendlich die Geräusche identifiziert, z. B. als Sprache, Musik, Vogelgezwitscher oder Telefonklingeln.

Veränderungen des Hörvermögens.

Es ist ganz natürlich, dass unser Gehör im Laufe des Lebens nachlässt. In der Regel stellt sich der Hörverlust schleichend ein. Irgendwann kann man das Eine oder Andere zwar noch hören, aber nicht mehr richtig verstehen. Eine Ursache hierfür ist oftmals die so genannte Altersschwerhörigkeit. Diese beginnt meistens zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr und ist eine schleichende und in der Regel beidseitige Abnahme des Hörvermögens. Zuerst verschlechtert sich das Hören hoher Frequenzen (z. B. Grillenzirpen). Im weiteren Verlauf nimmt das Sprachverstehen insbesondere in Situationen mit vielen Hintergrund- und Nebengeräuschen ab.

Außerdem wird heutzutage das Gehör oft durch die so genannte Lärmschwerhörigkeit beeinträchtigt. Die permanente Empfangsbereitschaft des Gehörs ist in vielen Lebenssituationen sinnvoll, z. B. damit eine Mutter vom kleinsten Geräusch ihres Kindes wach wird. In vielen anderen Lebensbereichen kann sie aber störend und sogar schädlich sein. Vor allem die ständige Geräuschkulisse im Alltag von Musikberieselung bis zum Verkehrslärm stört und schadet unserem Gehör. Durch langfristige akustische Überbelastung wird das Hörvermögen beeinträchtigt und das Innenohr geschädigt.

Erste Anzeichen beachten.

Ein Hörverlust wird zu Beginn oft nicht wahrgenommen. Stattdessen wird beispielsweise der Fernseher einfach lauter gestellt. Und wer sein Gegenüber nicht richtig versteht, schiebt gern die Schuld auf den Anderen. „Sprich mal deutlicher“, heißt es dann oft. Viele Schwerhörige realisieren zunächst nicht, dass es an den eigenen Ohren liegen könnte. Ein Grund hierfür ist, dass in den meisten Fällen der Hörverlust nicht alle Frequenzen gleichermaßen betrifft, sondern nur einzelne Bereiche des Hörspektrums. Wer einige Geräusche noch ausgezeichnet hört, kommt kaum auf den Gedanken, dass ein Hörverlust vorliegen könnte. Dabei ist die einzige Möglichkeit, einen schleichenden Hörverlust zu bremsen, die rechtzeitige Verwendung eines Hörsystems. Wer zu lange wartet, hat wertvolle Zeit verloren. Denn nach und nach verlieren die Betroffenen die Fähigkeit, den Schall im Gehirn zu verarbeiten.

Einfache Lösung.

Mit einem Hörtest sehr einfach festgestellt werden, ob ein Hörverlust vorliegt. Ab einem gewissen Grad der Schwerhörigkeit ist die Versorgung mit einem Hörsystem empfehlenswert, damit Lebensqualität, Souveränität und Sicherheit im Alltag erhalten bleiben.

Moderne und technologisch fortschrittliche Hörsysteme bieten vielfältige Möglichkeiten, einen Hörverlust auszugleichen. Für eine umfangreiche, kompetente Beratung steht der Hörgeräteakustiker zur Verfügung. Hier ist auch das Ausprobieren von verschiedenen Hörsystemen jederzeit möglich. In der Regel stellt sich ein Hörverlust auf beiden Ohren ein. Um ein optimales Hörergebnis zu erhalten, ist es ratsam, sowohl das linke als auch das rechte Ohr mit einem Hörsystem zu versorgen. Dies ermöglicht ein besseres Richtungshören und erleichtert es dem Gehirn, die empfangenen Informationen zu verarbeiten.

Die ganze Welt der Hörsysteme.

Im-Ohr-Hörsysteme (IdOs): Im-Ohr-Hörsysteme werden – wie der Name sagt – im Ohr getragen. Modernste Lasertechnologie ermöglicht eine millimetergenaue Anfertigung der Hörsysteme. Dadurch sind ein perfekter Sitz, höchste Unauffälligkeit und unbeschwertes Hören garantiert. Auf winzigem Raum ist das gesamte komplexe technische Innenleben des Hörsystems untergebracht. Jedes Hörsystem wird exakt an den Gehörgang angepasst und individuell gefertigt. Dadurch sind die Im-Ohr-Hörsysteme nahezu unsichtbar, wie z. B. das Audio Service Modell sina)s.

Hinter-dem-Ohr-Hörsysteme (HdOs): Hier sitzt die Technik „hinter dem Ohr“. Über einen Schlauch, an dessen Ende ein Ohrpassstück befestigt ist, wird der Schall ins Ohr übertragen. Moderne HdOs sind inzwischen so klein, dass sie komplett hinter der Ohrmuschel verschwinden wie z. B. das Audio Service Modell XS, das je nach individuellem Bedürfnis mit unterschiedlichen Techniken erhältlich ist.

Ex-Hörer-Hörsysteme: Bei diesen Hörsystemen sitzt der Hörer (Lautsprecher) direkt vor dem Trommelfell. Während bei üblichen Hinter-dem-Ohr-Hörsystemen der Hörer im Gehäuse eingebaut ist, sitzt bei Ex-Hörer-Hörsystemen der Hörer am Ende des dünnen Schlauches. Feine Kabel, die durch den Schlauch geführt werden, verbinden das Gehäuse mit dem Hörer. Audio Service bietet hier mit dem Hörsystem SUN eine attraktive Lösung.